070 – Fei Lun - das fliegende Rad - das älteste Zahlungssystem der Welt

01 - Die apokalyptischen Geldnews
02 - Der Staat gehört der 'Hochfinanz'
03 - "Hong Kong und die Sassoon Opium Kriege"
04 - Fei Lun - das fliegende Rad - das älteste Zahlungssystem der Welt
05 - Totengräberstimmung

01 - Die apokalyptischen Geldnews

Apokalyptische News scheinen ein Fashion Statement zu sein! Die Weiterreichung offenbar auch. Die Schreiberlinge der Geld-Newsletter machen es sich dieser Tage leicht. Jeder schreibt einfach vom anderen ab und untermauern diese Endzeit-Berichte mit ein paar Graphiken und spammen diese dann umher. Manche unserer Leser finden diese apokalyptischen Berichte dann so toll bzw interessant, dass sie sich nicht schämen solchen Quatsch auch noch Megabyte weise weiterzureichen.

Sie erkennen nicht, dass es sich hier nur um eine Geschäftsidee handelt welche beabsichtigt ihre Leser zu verunsichern und sie zum Kauf ihrer Prognosen anzustiften. Diese bestehen dann oftmals aus Edelmetalle - wobei jeder heute sehen kann, dass man mit Bankwerten im letzten Quartal rund ein Drittel mehr hätte verdienen können. Doch wer von diesen geistigen Dreikäsehochs kann schon über Bankencrash berichten und gleichzeitig diese Werte empfehlen? Da müsste er noch nicht mal was von Geld verstehen, denn die alte Weisheit besagt immer dann zu kaufen wenn die Werte am niedrigsten stehen.

Das weder die Banken noch die 'Hochfinanz' dieses Spiel mit dem Geld je verlieren können, haben diese verbildeten Abschreiber nicht kapiert, weil sie sich mit Geld in der letzten Konsequenz nie auseinander gesetzt haben. Es scheint ihnen nicht klar zu sein, dass auch wenn die Wirtschaftsbarometer nach unten zeigen, dies nichts mit der Wertigkeit der ohnehin manipulierten Börsenwerte zu tun hat.

Die 'Hochfinanz' hat einfach zu viele Möglichkeiten dies alles so zu steuern wie es ihr gerade passt. Sie steuert aus ihrem IMF Hinterzimmer alle Tauschbörsen von den Währungskursen über die Rohstoffbörsen bis hin zu den Aktienmärkten und nur die verbildeten Lemminge glauben noch an die 'freien Marktkräfte und Wunder'.

Natürlich gilt es als unschick von 'Verschwörungen' zu reden und jedem verbildeten ist es beigebracht worden nur solches Wissen zu berücksichtigen, welches belegbar ist. Doch glaubt da etwa wirklich einer, dass die 'Hochfinanz' aufsteht und im Detail erklärt wie sie die Märkte manipuliert? Jeder mit etwas klarem Menschenverstand muss es begreifen können, dass ein seit Jahren überschuldeter und totgesagter Dollar nur deshalb noch einen Wert repräsentiert, weil er diesen offenbar in den Medien nachlesen kann.

Die sogenannte Bankenkrise war keine Kartoffelkrise, weshalb Max und seine Leser immer genug davon auf dem Teller hatten. Es drehte sich darum, die Bilanzen der grossen Kapitalplayer auszugleichen. Dies geschah über 'SDR' (Special Drawing Rights) welche eigens für diesen Zweck geschaffen wurden aber ansonsten Null Kaufwert haben. Seit die 'Hochfinanz' die SDRs am 8.3.09 in London verteilten, geht alles wieder bergauf. Es dauert eben etwas bis es unten durch die Röhren kommt. Bis dahin ist es der 'Hochfinanz' recht, wenn möglichst viele Hamsterlaufräder kaputt gehen, weil sie mit ihren Lehren sagt, dass dies gut für das zu erwartende Wachstum und deren Kreditnachfrage ist.

Unsere Kaufkraft wird bei diesem Spiel noch mehr einbüssen. In der Regel verliert unser Geld alle 5-6 Jahre die Hälfte an Kaufkraft. D.h. kapitalintensive Güter verlieren mehr, arbeitskraftintensive weniger. Das hängt nicht nur mit dem Zins zusammen. Menschen die aus dem Arbeitsprozess ausgeschieden sind, sind nur noch um ihren Unterhalt besorgt. Der wird bei vielen immer bescheidener.

Über sie schreiben die verbildeten Ökonomen und Schreiberlinge nur, wenn es ihnen in ihre Apokalypse passt.

Max sagt, lassen Sie sich nicht verängstigen, die 'Hochfinanz' hat das allergrösste Interesse, dass alles so weitergeht, weil sie ohne Geld ihre Macht verlieren würden. Zu einem Umsturz oder Crash kann es nicht kommen, solange wir keinen alternativen Zahlungsausgleich mit anderen Ländern haben, in deren wirtschaftliche - (meist Rohstoff-) Abhängigkeit - uns die 'Hochfinanz' über das letzte Jahrhundert gebracht hat. Die BRIC-Länder sichern ihre Unabhängigkeit eben durch die jahrtausendealten bilateralen Zahlungsausgleichsmethoden untereinander. Sie sind deshalb in der Lage auch Milliardenvermögen in westlichen Währungen anzuhäufen. Diese Überschüsse dienen auch diesen Ländern nur zur Rohstoffbewirtschaftung.

Max empfiehlt: bestellen sie alle Finanzbriefe ab... sie verunsichern nur... löschen Sie diese ungelesen, es ist immer nur apokalyptisches Geschwafel das verunsichern soll. Werden sie autark und investieren sie in ihre Beziehungen zu anderen Menschen die mithelfen unabhängig zu werden. Machen Sie mit beim 'Fei Lun' unter Freunden und bekannten. Die Spielregeln beim 'Fei Lun' erstellen Sie!

Wenn wir es schaffen dass nur ein Drittel der Mitmenschen sich am 'Fei Lun' beteiligen, ist die 'Hochfinanz' entmachtet und ihre Wirtschaft kollabiert.

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02 - Der Staat gehört der 'Hochfinanz'

Eine Firma zu gründen ist teuer, einen Staat zu gründen kostet noch viel mehr. Nur die 'Hochfinanz' gaukelt vor soviel Geld zu haben, um dies zu bewerkstelligen. Dabei autorisiert sie nur den Staat - gegen vorherige Verschuldung bei ihr - sich sein Geld von ihr drucken zu lassen. Der Staat hat als einzige Einnahmequelle die Steuern und legt damit seine Schuldzinsen auf das Volk über die Steuer um. Damit arbeitet das Volk im Hamsterlaufrad für die 'Hochfinanz'. Damit dies nicht auffällt, erfand die 'Hochfinanz' die Demokratie. Die Demokratie dient nur dazu dem Bürger vorzugaukeln, er habe gewählt indem er seine Stimme einem Wahlmännergremium übergab. Die Wahlmänner beugen sich immer den Zwängen des Kapital.

Der Staat gehört der Hochfinanz und nicht dem Volk - wann begreifen das die Massen endlich? Bilden Sie deshalb in Ihrer Gemeinde eine autarke Gruppe mit Selbstversorgung und eigenem Kreditsystem in eigener Währung. (der Geldsachverständige MaxNews Leser hat gemerkt, dass in dem letzten Satz das Wort 'Geld' bewusst rausgelassen wurde. Geld ist immer eine anonyme Form der Verschuldung.) Nur wer Autark ist, ist frei und souverän. Siehe heutiger 'Fei Lun' Beitrag

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03 - "Hong Kong und die Sassoon Opium Kriege"

Für die vielen neuen MaxNews Leser hier ein kleines Bonbon zum besseren Verständnis der Geschichte wie China wirklich erobert wurde. Kaum ein Sinologe hat je dieses Dokument auf einer der Uni's dieser Welt gelesen. Die älteren MaxNews Leser mögen verzeihen wenn wir wichtige Artikeln öfter wiederholen. Diese Geschichte ist zum besseren Verständnis des nachfolgenden Artikels über das älteste Geldsystem der Welt.

"Hong Kong und die Sassoon Opium Kriege"

"Der 99-jährige Britische Pachtvertrag von Hong Kong" lief im Juli 1999 aus und danach konnten es die Rot-Chinesen übernehmen. Hunderte von Reportagen in Zeitungen und im Fernsehen haben über dieses Ereignis berichtet aber auch nicht eine enthüllte, wie England anfing Kontrolle über Hong Kong zu gewinnen!

Die Wahrheit liegt in der Familiengeschichte von David Sassoon, den "Rothschilds des Fernen Ostens" begraben, und deren Monopol über den Opium Handel. Grossbritannien gewann Hong Kong, indem sie die Opium Kriege entfachten, womit sie den Sassoons exklusive Rechte gaben eine ganze Nation süchtig zu machen!

David Sassoon wurde in Bagdad, Irak, im Jahre 1792 geboren. Sein Vater war Saleh Sassoon, ein reicher Bankier und der Schatzmeister von Achmet Pascha, dem Herrscher von Bagdad. (Dieses machte ihn also zum "Hofjuden" - einer sehr einflussreichen Stellung).

In 1829 wurde Achmet gestürzt, seiner Bestechlichkeit wegen, und die Sassoon Familie floh nach Bombay in Indien. Dieses war ein strategischer Handelsknotenpunkt zum Innern Indiens und das Tor zum Fernen Osten.

Innerhalb kurzer Zeit gewährte die britische Regierung Sassoon das Monopol zur Herstellung von Baumwoll Gütern, Seide und vor allem von - Opium - der suchterregendsten Droge der Welt!

"Die Jüdische Enzyklopädie von 1905" erklärt, dass Sassoon seinen Opium Handel nach China und Japan ausdehnte. Er setzte seine acht Söhne in die leitenden Stellen der verschiedenen Opium Niederlagen in China. Die jüdische Enzyklopädie von 1944 berichtet: "Er stellte nur Juden in seinem Geschäft ein und wo immer er sie sandte baute er Synagogen und Schulen für sie. Er importierte ganze Familiengruppen von Mit-Juden... und liess diese für ihn arbeiten."

Sassoons Söhne waren damit beschäftigt diese Geistes-zerstörende Droge in Canton, China zu vertreiben. Zwischen 1830 - 1831 versandten sie 18,956 Kisten Opium und verdienten Millionen von Dollar. Ein Teil dieser Gewinne gingen an Königin Victoria und an die britische Regierung. Im Jahre 1836 erhöhte sich der Handel auf 30,000 Kisten und die Drogensucht in den Küsten Städten wurde der alltägliche Zustand.

In 1839 befahl der Manchu Kaiser dieser Sache ein Ende zu machen. Er beauftragte den Kommissar von Kanton, Lin Tse-hsu, einen Feldzug gegen das Opium Unwesen zu führen. Lin ergriff 2,000 Kisten von Sassoons Opium und warf diese in den Fluss. Ein rasend wütender David Sassoon forderte, dass Gross Britannien zurückschlagen solle. So kam es, dass die britische Armee anfing als Söldner der Sassoons zu kämpfen. Sie griffen Städte an und blockierten Häfen. Die chinesische Armee, vollkommen heruntergekommen nach 10 Jahren weitverbreiteter Opium Sucht, war kein gleichwertiger Gegner für die britischen Streitkräfte.

Der Krieg endete in 1839 mit der Unterzeichnung des "Vertrags von Nanking". Dieser enthielt Bestimmungen, absichtlich entworfen, um den Sassoons das Recht zu garantieren eine ganze Bevölkerung mit Opium zu versklaven. Der "Friedensvertrag" schloss diese Bestimmungen ein:
1) Volle rechtliche Stellung des Opium Handels mit anderen Gütern.
2) Entschädigung für die Opium Warenlagerungen, die Lin beschlagnahmt hatte, im Werte von 2 Millionen Pounds.
3) Bestimmungsrechte der britischen Krone über etliche ausgesuchte Gebiete aussenliegender Inseln.

Zu Sassoons 'Nutzung der britischen Streitkräfte' um eine ganze Nation süchtig zu machen schrieb der britische Premier Minister Palmerston zu Crown Kommissar Captain Charles Elliot, dass der Vertrag nicht weit genug ginge. Er verlangte, dass der Vertrag vollkommen zurückgewiesen werden sollte, mit der Begründung... "Ausserdem ist unsere Marine stark genug, dass wir dem Kaiser sagen können was wir zu besitzen gedenken und nicht was er uns überlassen möchte. Wir müssen die Zulassung von Opium in das Innere Chinas als rechtmässiges Handelsgut verlangen und wir müssen die Entschädigungszahlungen erhöhen und den Zugang Britanniens zu noch mehr Chinesischen Häfen fordern." So kam es, dass China nicht nur den Sassoons die Kosten des verdorbenen Opiums zu zahlen hatte, sondern es musste England auch noch die unglaubliche Summe von 21 Millionen Pounds für die Kosten des Krieges zurückerstatten.

Dieses gab den Sassoons die uneingeschränkten Rechte Opium in den Hafenstädten zu vertreiben. Jedoch, selbst das war noch nicht genügend und Sassoon forderte das Recht Opium in der ganzen Nation zu verkaufen. Die Manchus widersetzten sich und die britische Armee führte von 1858-1860 den "zweiten Opium Krieg". Palmerston erklärte, dass das ganze innere Chinas für den ungehinderten Opium Verkehr geöffnet werden sollte. Die Briten erlitten jedoch im Juni 1859 in den Taku Forts eine Niederlage, als Matrosen, denen befohlen war die Forts zu ergreifen, in dem versumpften Hafen stecken blieben. Einige hunderte wurden getötet oder gefangen genommen. Ein aufgebrachter Palmerston sagte daraufhin: "wir werden diesem verräterischen Gesindel eine Lehre erteilen, dass der Name Europas für immer ein 'Pass des Schreckens' sein wird."

Im Oktober 1860 belagerten die Briten Peking. Als die Stadt fiel, befahl der britische Befehlshaber, Lord Elgin, dass die Tempel und andere heilige Stätten in der Stadt niedergerissen und bis auf den Grund hin abgebrannt werden sollten, als Zeuge von Britanniens totaler Verachtung für die Chinesen. In dem neuen "Friedensvertrag" vom 25. Oktober 1860 wurde den Briten ein riesig erweiterter Opium Handel zugesprochen, der sich über sieben achtel von ganz China erstreckte. Er brachte alleine in 1864 über 20 millionen Pounds ein. In dem Jahr importierten die Sassoons 58'681 Kisten Opium und bei 1880 hatte es einen Höhepunkt von 105'508 Kisten erreicht, welches die Sassoons zu den reichsten Juden der Welt machte.

England erhielt Hong Kong als Kolonie

Die Hong Kong Halbinsel wurde England als eine Kolonie übergeben und dazu grosse Teile von Amoy, Canton, Foochow, Ningpo und Shanghai. Die Sassoons errichteten in jedem britischen Verwaltungsbezirk Opium Höhlen für die sie Lizenzen mit hohen Beiträgen verlangten, die von ihren jüdischen Agenten eingetrieben wurden. Sassoon erlaubte keiner anderen Rasse sich in das "jüdische Geschäft" einzumischen. Gleichzeitig verbot die britische Regierung Opium nach Europa einzuführen!

Das Sassoon "Monopol" ruinierte Lancashire - Englands Textil Industrie und machte Roosevelt reich. Sir Albert Sassoon, der älteste von David Sassoons Söhnen, übernahm das "Familien Geschäft" Imperium. Er errichtete riesige Textilwerke in Bombay wo er Kinder beschäftigte und Sklavenlöhne bezahlte. Die Geschäftsexpansion setzte er sogar noch nach dem Ersten Weltkrieg fort und endete damit, dass die Textilwerke in Lancashire geschlossen wurden und tausende ihre Arbeit verloren.

Trotz allem liess Königin Victoria es sich nicht nehmen Albert Sassoon 1872 zum Ritter Grossbritanniens zu ernennen. Solomon Sassoon zog nach Hong Kong und führte das Familien Unternehmen von dortaus bis zu seinem Tode 1894 weiter. Erst nach seinem Tod übersiedelte die ganze Familie nach England und leiteten, dank moderner Kommunikation, ihr finanzielles Imperium aus dem luxuriösen London. Sie verkehrten in den Kreisen des britischen Hofes und Eduard Albert Sassoon heiratete Aline Caroline de Rothschild in 1887, welcher sein Vermögen mit dem der Rothschilds verband.

Die Königin schlug auch Edward Sassoon zum Ritter. Alle 14 Enkelsöhne von David Sassoon waren 'nicht-kämpfende' Offiziere (im Generalstab fernab der Front) während des Ersten Weltkriegs. "Franklin D. Roosevelt's Vermögen war von seinem Grossvater mütterlicherseits, Warren Delano, ererbt. In 1830 war dieser Senior Partner von Russell & Co. Es war ihre Flotte der Handelsmarine, welches das Opium nach China transportierte und dann mit Tee zurückkehrte.

Warren Delano zog nach Newburgh, New York. In 1851 heiratete seine Tochter Sara den wohlgeborenen Nachbarn, James Roosevelt - den Vater von Franklin Delano Rooesevelt. Er hatte immer die Herkunft seines Familien Vermögens gekannt aber geweigerte sich darüber auszulassen. "Der Sassoon Opium Handel brachte Tod und Zerstörung zu aber-Millionen und die Auswirkungen belasten Asien bis zum heutigen Tag. Ihre Handelsgesellschaft war völlig NUR von Juden geführt, - Jews ONLY! "Die vererbte, bestechliche britische Monarchie" ehrte die Sassoons mit Vorrechten und Ritterschaften - zur Schmach der Krone! Bis zu diesem Tag sind die Sassoons in den Geschichtsbüchern angeführt als "grosse Entwickler" Indiens, aber der Ursprung ihres riesigen Vermögens wird niemals erwähnt"

http://www.dissidentvoice.org/Articles9/Engel_Jew-and-Me.htm übersetzt von Dagmar Brenne für MaxNews!

Kommentar Max:

Das Opium der modernen Zeit ist der Konsumerismus. Die Opium-Den's sind die Banken. Die Nutzniesser die selbe Gruppe.

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04 - Fei Lun - das fliegende Rad - das älteste Zahlungssystem der Welt

Eine Währung ohne Geld - Dezentralisiert - Jeder kreiert zinsfreien Kredit für Jedermann

Gemäss Prof. KURODA Akinobu (Oriental Culture, University of Tokyo) gibt es bis heute keine ernstzunehmende akademische Arbeit - weder von Historikern noch von Ökonomen - welche erfolgreich die asiatischen Währungssysteme erforscht und verglichen hat. Nur unzureichend wurde analysiert was die treibenden Motive für die substitutiven und komplementären Währungssysteme waren. Einig sind sich alle Forscher, dass in China vor 9000-11000 Jahren, Rinder - die Wertebasis für allen Handel darstellten. Daraus resultierte jedoch kein Tauschhandel - wie oft verkannt, sondern ein Kreditsystem. Wer Rinder, d.h. Güter hatte, war kreditwürdig.

China entwickelte sich nicht vertikal sondern horizontal, über eine Vielfalt autonomer landwirtschaftlicher Märkte, mit eigenen Währungssystemen, die alle kreditbasiert funktionierten und keine Konvertierung zu komplementären Währungen vorsahen und wünschten.

Es war keine Gemeinschaftswährung - sondern ein persönliches Kreditsystem - Jeder für Jeden.

Über die Jahrtausende hinweg organisierten sich die unterschiedlichen Klans und Stämme zu einem Staat, der jedoch kein Kreditsystem als Währung betreiben konnte. Es war also ein coexistierendes Wertesystem angesagt, welche sich beide gegenseitig nicht ersetzten konnten. Kredit kann nun mal nie im anonymen funktionieren - sonst verkommt es zu Cash - was übrigens chinesisch ist und die staatlichen Münzen umschreibt.

Dieses Kreditsystem ist bekannt als Fei Lun und geht zurück in die frühe chinesische Geschichte, als das Papier noch nicht einmal erfunden war und mit Kreide angeschrieben wurde. Jeder konnte bei jedem anschreiben lassen und durch Gegenleistungen wieder zinsfrei ausgleichen.

Über die Jahrhunderte wurde das System immer weiter verfeinert. So hatte nach der Erfindung des Papiers jeder ein kleines Büchlein, in welchem die Kredite eingetragen wurden - ein System das sich bis in die heutigen Tage gehalten hat. Der Begriff 'anschreiben lassen' stammt offenbar aus einer Zeit, wo auch bei uns auf Schiefertafeln Schulden angeschrieben wurden. Das System ist in fast allen asiatischen Ländern auf dem Land auch heute noch aktiv, wenn gleich die jüngeren Generationen davon nicht mehr viel halten und von den Schulen, Banken und Medien längst auf die moderne anonyme Geldform getrimmt wurden. Das triviale System ist selbst auf dem Internet bis heute kaum dokumentiert und auch Links lassen sich nur schwerlich finden. Auf einer Reise durch die tiefsten Provinzen in mehreren Ländern Südost Asiens konnten wir das System dieser Tage eingehend studieren.

Das 'fliegende Rad' System wird im chinesichen 'Fei Lun' genannt und hat ein Logo welches aus einem Speichenrad und Flügel besteht, was frei übersetzt soviel wie 'frei wie ein Vogel - geschlossener Wirtschaftskreislauf - fair für alle' bedeutet. Die 5 Speichen des Rades standen für die 5 chinesischen Elemente. Man kann auch heute noch überall Büchlein kaufen, die auch als 555-Büchlein bekannt sind. 555 bedeutet im Chinesischen soviel wie 50:50 fair für beide Seiten. Die dritte 5 bedeutet absolut fair. D.h. nicht wie beim Gold wo es keine 100%ig absolute Reinheit gibt und deshalb maximal mit 999.5 gestempelt ist. 555 bedeutet deshalb 100% Fairness für beide Seiten. In diese Büchlein trug man seit jeher die gewährten Kredite ein, merkt sie sich bis sie durch Rückzahlung gestrichen wurden und kreiert damit dezentralisiertes, zinsfreies Geld unter dem Volk, ohne die Banken oder den Staat einzuschalten.

Es gibt das Büchlein in 5 verschiedenen Farben die jeweils einem Element zugeordnet sind: die Farben Grün, Rosa, Gelb, Braun, Blau stehen für die chinesischen Elemente Holz, Feuer, Erde, Metal, Wasser. Die fünf chinesischen Elemente haben wenig mit Stoff und Materie zu tun. Sie entsprechen viel eher den Kräften, die zwischen und in der Materie wirken. Die Geburt ordnet im chinesischen Horoskop jedem Menschen einem Element zu, welches über das eigene Verhalten und Zusammenwirken mit anderen Menschen und deren zugeordneten Elementen Auskunft gibt. D.h. die Chinesen lernen durch diese Lehre, Verhaltensmuster unterschiedlicher Menschen bewusst kennen. Um die Wirkung der fünf Elemente für sich und den anderen Menschen richtig interpretieren zu können, darf man sein Wissen allerdings nicht nur auf die Zuordnungen einzelner Lebensbereiche beschränken. Man muss auch die Verhältnisse der fünf Elemente untereinander kennen. Grundsätzlich hält man es in der chinesischen Lehre für wichtig, dass die fünf Elemente - ähnlich wie die Prinzipien Yin und Yang -ein harmonisches Gleichgewicht bilden müssen. So werden die Schuldner in unterschiedlich farbige Büchlein geschrieben was damit auch gewissermassen die Höhe der Kreditlimite bestimmt. Jeder macht eben mit unterschiedlichen Element-Menschen unterschiedliche Rückzahlungserfahrungen.

Im chinesischen Bereich konnte schon seit alters her jeder bei jedem anschreiben lassen und zahlte seine Schulden durch Gegenleistungen oder Aufrechnung.

Es gab kein Fernsehen welches dem Volk täglich Mord und Totschlag präsentierte und vor jedem Menschen eine Schranke des Misstrauens aufbaute. Im Gegenteil, die Leute lernten dank Fei Lun täglich wie vertrauenswürdig alle sind und dass Verlass aufeinander ist. Es baute eine verlässliche starke Gemeinschaft.

Starb der Schuldner, so war es in der Sippe üblich, ihm seine Schuld zu erlassen, indem man diese Schuldzettel aus dem Büchlein nahm und verbrannte. Starb der Gläubiger, so war es üblich diese Büchlein an die Erben zu übergeben, die vorher genau unterwiesen waren was zu tun sei. Die Regel war, auf Schuldbegleichung zu warten - erfolgte diese nicht, so liess man sie trotzdem verfallen. Kam der Schuldner am jährlichen Todestag des Gläubigers zur Respektbezeugung bei der Familie vorbei, so wurden ihm in der Regel immer ein weiterer Teil der Schulden erlassen. Reiche Gläubiger erliessen in der Regel ihren Schuldnern die Schuld und verbrannten die Schuldscheine alle. Wer trotzdem nicht mehr zur jährlichen Trauerfeier für den verstorbenen Gläubiger teilnahm, zeigte einen schlechten Charakter was ihm in der Gemeinschaft bei weiterer Kreditbeurteilung Minuspunkte einbrachte. Es galt als Verachtung des Vertrauens, welches der Gläubiger dem Schuldner entgegen gebracht hatte. Der alte Brauch, auch heute noch Papier bei der chinesischen Beerdigung mit zu verbrennen, hat seinen symbolischen Ursprung darin, dass all seine Schuld vergeben und erloschen ist.

Um den Ursprung des chinesischen Geldsystems zu verstehen muss man sehr weit zurück gehen. Es wird jedoch schnell klar, dass die Wurzeln des 'Anschreibens' im gegenseitigen Vertrauen liegt und zu allen Zeiten in allen Völkern existierte. Bargeld in Form von Papiergeld hat seine Wurzeln in der Zeit, als China von den Mongolen beherrscht wurde, deren Anführer aus dem Khan Klan (laut Verschwörungstheoretikern) von Ashkenazis abstammten. Die Ur-Ashkenazis hingegen galten früher als friedlicher Volksstamm, welcher den durch die islamische Vertreibung der Israeliten im 7. Jahrhundert, diesen Zuflucht gab. Hier ist möglicherweise eine Verbindung, wie die Funktion von Geld in China durch westliche Geldsysteme damals durch die Khans versucht wurden - aber fehl schlugen. Der Kollaps dieser Geldsysteme erfolgt immer nach demselben Muster siehe Pharaonen, Römer, Mongolen oder der Jetztzeit - die vor lauter Dekadenz und Machtgier über das Geldsystem, das Wohl der Menschheit vergisst und an sich selbst zugrunde geht.

China kannte in seiner langen Geschichte neben dem Fei Lun eine Bronzemünze mit einem Loch in der Mitte - den sogenannten 'Cash' von dem der englische Begriff cash abstammt. Diese Münzen waren eigentlich 'Wertmarken für Regierungsreisende' und kein Geld. Für cash konnten sie steuerlich absetzbare Leistungen vom Volk fordern, wie z.b. Übernachtung, Spesen, Verpflegung, Pferde und Transport etc. Die ältesten davon bekannten Münzen stammen aus der Qin Dynasty (221-206 B.C.). Im Museum von Shanghai findet man aber auch Münzen aus der Periode der Han (206 B.C.-A.D. 220) und Tang (A.D. 618-907) Dynastie. Cash (Lochmünzen) - gab es in China in jeder Dynastie bis 1911. Einzig in der Sung Dynastie wurden durch die Fremdherrscher (dem jüdischen Kohn oder Khan Klan) zusätzlich Geldnoten emittiert um Gold für ihre Söldner zu beschaffen. Auch in der nachfolgenden Ming Dynastie (A.D. 1368-1644) wurden wieder nur bronzene Lochmünzen geprägt. (legalisierter Diebstahl) Die Löcher in der Mitte dienten in allen Zeiten, den reisenden Händlern und Regierungsbeamten diese auf Schnüre aufzuziehen, um damit ihre Spesen zu bezahlen. Einen guten Überblick über die Münzen der Dynastien zeigt dieser Link http://www.chinahistoryforum.com/lofiversion/index.php/t19308.html. Münzen waren keinesfalls eine Währung für den Wirtschaftskreislauf, welcher zu allen Zeiten in China voll auf Fei Lun basierte. Es wäre unmöglich gewesen, den Währungsbedarf für das Wirtschaftsystem von so vielen Millionen Menschen, mit den kleinen Bronzemarken zu decken, die ansonsten materiell geringwertig waren.

China hat sich zwischen der Tang und Mitte der Sung Dynastie bevölkerungsmässig mehr als verdreifacht und entwickelte sich nach der mongolischen Besatzung aus der Aristokratie in eine Bürokratie, um die damals rund 100 Mio Einwohner systematisch auszuplündern.

Als Volkswährung diente zu allen Zeiten Fei Lun - der zinsfreie Kredit, basierend auf Leistungsausgleich unter Menschen - und erforderte keine Geldemittierung durch die Herrscher. Jeder schrieb bei jedem an. Geld in der heutigen Form war nicht bekannt ausser den oben erwähnten Reisemünzen. Erst die Fremdbeherrschung in der Sung Dynastie erforderte Geld im heutigen westlichen Sinn. Von Marco Polos Beschreibungen (aus dem späten 13. Jahrhundert) wissen wir wie das Geldsystem unter Kublai Khan funktionierte. Dieser stellte aus gewalkter Maulbeerbaumrinde (einer biologisch nachwachsenden Substanz) Geldnoten her, die mit seinem Siegel versehen waren und deren Annahmeverweigerung oder Nachahmung mit dem Tod bestraft wurde. Siehe http://mailstar.net/werner-princes-yen.html Der Militärdienst war bis hin zur Sung Dynastie ein Tribut des Volkes an den Kaiser, in der die Klan's Kämpfer stellten. Vermutlich verloren die Chinesen deshalb, weil Kämpfer nur immer zu Spannungszeiten - untrainiert - aufgestellt wurden. Spätestens in der Sung Dynastie kamen fremde Söldner dazu, welche - wie der Name 'Sold' schon besagt, Gold und Silberbezahlung forderten, weil dieses Metal auch bei Kriegsverlust in Siegerwährung getauscht werden konnte. Mit der Einführung dieses Soldes entstand eine Nachfrage nach Gold, Silber und Edelsteinen die der fremde Kaiser als Tribut von dem chinesischen Volk einforderte. Er ging laut Marco Polo der Khan regelmässig auf die Märkte und kaufte alle Bestände mit seinem Papiergeld (gewalkter Maulbeerbaumrinde) auf. Durch Marco Polos Beschreibungen scheint gesichert, dass Papiergeld im 10. Jahrhundert mit den fremden Besatzer der Sung Dynastie eingeführt wurde.

Durch den Besitz dieser Banknote - wurde gegenüber dem Anschreibesystem die Schuld anonymisiert. D.h. beim Anschreiben war der Schuldner klar bekannt. Durch die Weiterreichung der Geldnote wurde die Verschuldung anonymisiert - d.h. wie beim 'Schwarzer Peter' wer immer die Note mit dem kaiserlichen Siegel bekam, konnte sich durch die Weiterreichung der Note entschulden.

Fortan konnte theoretisch durch den Einzug solcher Noten als Steuer - der Wohlstand aus dem Volk abgesaugt werden, der bis dahin als Tribut durch Waren- und Arbeitsleistungen an den fremden Kaiser erfolgte. Doch dieses Steuer/Wohlstandabsaugen war nur begrenzt erfolgreich, weil die Chinesen mit Fei Lun nicht auf Geld angewiesen waren.

Da das Volk aber weiterhin den Tribut durch Leistung erbrachte wird klar, dass die Emittierung von diesen Noten nur dem Aufkauf von Edelmetall, Edelsteinen und Schmuck dienten um die Machtposition der fremden Herrscher weiter auszubauen. Beim Volk kamen diese Noten ohnehin nie an.

China war in der Sung und Yuan-Dynastie fremdverwaltet und die Chinesen blieben vom politischen Leben ausgeschlossen und unterlagen sozialer und politischer Diskriminierung. Sie überlebten wirtschaftlich als Staat im Staat nur durch das Fei Lun System, welches für die fremden Herrscher unsichtbar blieb.

Die Selbstisolation der herrschenden Klasse führte zu deren Dekadenz und zum Zusammenbruch. Nach Jahrhunderten der Unterjochung gelang den Chinesen die Befreiung und der Neubeginn mit der Ming Dynastie, in der sich das Fei Lun System noch stärker etablierte - ein System, welches letztlich auch unter der Besatzung, den Chinesen ihre Eigenständigkeit sicherte. Mit der Befreiung wurde die Marine abgeschafft und die Armee von Unterjochung auf Verteidigung ausgerichtet. Der Ausbau der Chinesischen Mauer kostete das Land mehr Kraft als die 300 jährige Fremdbesatzung. China hatte keinen Bedarf mehr an fremden Söldnern und somit auch keinen Bedarf an Edelmetall.

Als der Leistungsaustausch auch über die Grenzen des grossen Landes statt fand, war es bis ins 16. Jahrhundert nicht unüblich diese Schuld auch durch Sklaven abarbeiten zu lassen. Geld im Sinn von Banknoten, war für das gemeine Volk nie von Bedeutung. Die Banknoten des Kaisers kauften zwar zu Marco Polos Zeiten regelmässig Volksleistung wie Edelmetalle - Perlen - Schmuck - etc. auf. Dadurch floss zwar 'Geld' - doch nicht unters Volk, welches aber seinen Tribut immer durch Leistung bezahlte. Die Noten blieben vermutlich bei den Händlern stecken - weil 'Fei Lun' stärker war und keiner seine Leistungen gegen Papier tauschen wollte. Möglicherweise waren auch die Werte der Noten so hoch, dass diese 'Noten' vermutlich nur für die reichen Händler und deren Transaktionen in fernen Gebieten zum Schuldausgleich einen Wert hatten oder einfach an den Staat als Tribut zurück flossen. Schliesslich musste der Umlauf der Noten bei Annahmeverweigerung mit der Todesstrafe erzwungen werden. Das alleine sagt schon einiges aus. Details sind keine dokumentiert, es ist aber möglich, dass die Sippe für den Annahmeverlust aufkam und damit gemeinsam ihre Steuern entrichteten. Der Staat konnte sein eigenes Geld ja nicht ablehnen.

In kleinen Sippen funktioniert das Anschreibesystem nach wie vor und hielt sich überall in Südostasien bis in das 20. Jahrhundert. Das Schuldbüchlein gab es nie in Form von losen Seiten, denn das hätte dem heutigen Bargeld entsprochen. In dem Schuldenbüchlein wurden Leistungen angeschrieben die man irgendwann in der Zukunft mit eigenem Leistungsbezug oder Rückzahlung verrechnet hat. Wären es lose Seiten gewesen hätte man sie wie Geld getauscht und dann auch in Zeiten in denen die Güter knapp waren, zu anderen Preise gegen mehr Geldscheine verrechnen können. Da es aber angeschrieben wurde, blieb der Preis jahraus jahrein immer derselbe. Es war eben ein Leistungspreis und kein Warenpreis und konnte somit nicht inflationieren.

Erst nach dem 17. Jahrhundert als 'auserwählte' Händler aus Europa kamen, entstanden immer mehr Warenpreise die abgeleistet werden mussten und die erzwangen dann den Sklavenhandel. D.h. Leibeigene lebten im Haus und waren bis dahin Teil der Familie die unentgeltlich arbeiteten, doch Sklaven wurden in fremde Häuser zur Abarbeitung von bezogenen Leistungen und Waren beschäftigt, ohne dass sie dort Teil der Familie mit Altersversorgungsanspruch waren.

In der Ming Dynastie unter dem Fei Lun System erlebte China seinen höchsten Wohlstand.

Da der Wohlstand nicht mehr durch die Fremdherrschaft abgesaugt wurde, blieb dieser im Land und stimulierte die autonomen Wirtschaftsmärkte. Die erhöhten Transaktionen in den verschiedenen Märkten verkomplizierten das Verhältnis zu den komplementären Geldsystemen.

Der Handel mit Europa kam nur mühsam in Gang. Zwar wollten die Europäer Güter wie Tee und Porzellan, doch hatten sie nur wenig zum handeln anzubieten das für die Chinesen begehrlich war.

Erst als der Handel im 17. und 18. Jahrhundert im grösseren Stil mit Übersee begann, bestanden die 'auserwählten' Europäer! darauf, diesen Handel durch Silber auszugleichen. Sie lieferten nur noch westliche Waren gegen Silber. Silber hatte für China nur einen Wert zum Handel mit Japan oder Kauf von Waren aus westlichen Ländern. Für das Fei Lun war es wertlos, denn man konnte es weder Essen noch sonst verwenden.

China hatte kein Silber und kannte es auch bis zur Sung Dynastie nicht. Nun lieferte es also Tee und Porzellan für Silber, mit dem es überseeische Waren importierte.

Zunehmend wurde durch Silberbezahlung die Nachfrage nach Sklaven angekurbelt, weil die meist jüdischen 'auserwählten' Kolonialhändler diese zum Silberabbau in Amerika benötigten. Die Silberbeschaffung war jedoch keineswegs befriedigend und so wurde der gesamte Chinahandel durch David Sassoon nach 1829 sukzessive statt Silber auf Opium umgestellt. (Siehe Beitrag (3) "Hong Kong und die Sassoon Opium Kriege") Trotzdem prägten die Chinesen eifrig Silberdollars unter der Daoguang Regentschaft (A.D. 1821-1850) der Qing Dynastie und münzten Silber/Kupfer Münzen unter der Guangxu Regentschaft (A.D. 1875-1908) der Qing Dynastie.

Durch die Steigerung der Opiumsuchtnachfrage nach dem Abkommen von Nanking 1842 waren die Chinesen bereit alles zu liefern was die 'auserwählten Europäer' an Waren wollten. Untereinander verrechneten die Chinesen im fernen Asien bis Ende des 20. Jahrhundert alles über das Büchlein, das moderne Anschreibeverfahren funktioniert nun via passwortgeschütztem Login und per SMS und gilt deshalb bei vielen jüngeren als modern und wird wie alle zinsfreien Systeme populärer. Ob die heutige Generation für ein zentralistisch geführtes virtuelles System vertrauenswürdig ist, mag in Anbetracht der steigenden Kriminalität - die durch den Konsumerismus angetrieben wird - bezweifelt werden. Kublai Khans Nachfolger hätte es leicht gehabt die Chinesen wirtschaftlich zu ruinieren, hätten sie einen solchen zentralen Zugang zum Fei Lun gehabt. Die Macht des Fei Lun Systems der Vergangenheit, lag in der dezentralen unsichtbaren Kreditbereitstellung durch Jedermann an Jedermann. Es erübrigte Geld und weil es voll auf Leistung basierte - und so erübrigte es auch die Steuer. Auch der Kaiser erhielt seinen Tribut durch Leistung. Jeder war bemüht, Jedermann ordentliche Leistung bereit zu stellen und diese bis zum Ausgleich zinsfrei zu stunden.

Da Streithähne zunächst beide bis zur Klärung eingesperrt wurden, waren beide Seiten immer bemüht Differenzen friedlich beizulegen. Auch waren beide immer an weiterer Kreditwürdigkeit in der Gemeinschaft interessiert.

In den 60 Jahren von 1911 - 1971 wurde China und das Fei Lun System ruiniert, denn selbst Strassenhandel und Privatanpflanzungen wurden von den Kommunisten untersagt. Fei Lun lebte weiter in ganz Südostasien und wo immer sich die Chinesen nieder liessen.

Das moderne China hingegen kreiert wieder Geld zentral. Es ist auf die westliche Geldkonzeption - jedoch ohne Grundpfand - eingeschwenkt und lässt mangels Eigentum, das Geld an Unternehmen reichlich fliessen. Jedes förderungswürdige Projekt bekommt Kredit. Besonders begünstigt werden Joint Ventures bei denen ausländische Minderheitspartner mehr Geld einbringen als zur fraktionalen Geldkreierung im Westen erforderlich wäre und dazu unbezahlbares Knowhow. China war nie in seiner 12'000 jährigen Geschichte verschuldet und überholt deshalb auch heute alle westlichen Länder. Das Volk hatte jedoch unter dem Fei Lun mehr Macht und Wohlstand.

Das ideale Geldsystem wäre wohl ein Kreditsystem wie Fei Lun gepaart mit dem Wechselsystem. D.h. ein persönliches Kreditsystem welches die menschliche Bindung und Verpflichtung fördert, sowie ein kommunales Kreditsystem welches gemeinnützige, förderungswürdige Investitionen ermöglicht - aber dezentral gehandhabt wird. In jedem Fall liegt die gemeinnützige Legitimation eines Systems in der Dezentralisierung der Kreditgeldkreierung statt der heutigen Schuldgeldkreierung in der Geld immer eine anonyme Verschuldung bedeutet, von der jeder immer mehr will, weil er sich dadurch nicht persönlich verschulden muss. Geld ohne Schuld ist einfach nicht möglich. Die Lösung heisst, wir brauchen kein schlechtes Geldsystem sondern ein gutes Kreditsystem. F

ei Lun lässt sich übrigens sofort von jedem implementieren. Kaufen sie ab sofort möglichst nur noch Leistungen auf Gegenleistungsbasis ein. Sparen sie sich Steuern. Ein Schuldbüchlein gibt es bei jedem Schreibwarenhändler und bei Bedarf können Sie sich sogar ein original 555-Büchlein auf dem Internet beschaffen. http://tanenghong.com/product/pro_intro.asp?cat=5#pro Wo man auch das Logo des Flying Wheels sieht.

Die Chinesen schafften es fast 12.000 Jahre ohne Geld! Diese Tatsache ist sensationell und drum wird sie bei uns im Westen verschleiert. Lesen Sie den Artikel nochmals. Denken Sie sich hinein, alle heutigen Kredit und Bargeschäfte liefen damals über Fei Lun.

Dann überlegen Sie sich, was Sie davon abhält, dieses Fei Lun auch zu übernehmen, man braucht dazu keine Organisation - jeder kann jedem sofort Kredit einräumen. Kaufen Sie nur noch dort ein wo Sie Kredit bekommen und diesen mit Leistung ausgleichen können. Wir sind zwar im Industriezeitalter durch die Arbeitsteilung oft nicht mehr in der Lage ganzheitliche Leistungen abzuliefern, doch gilt es diese Fähigkeiten wieder zu erlernen wenn wir uns aus den Abhängigkeiten befreien wollen. Leistung als ganzes macht Spass!

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05 - Totengräberstimmung

(Lieber Max

Du behauptest ja, dass die Hochfinanz mit ihrem Machtapparat alles sicher im (Würge)-Griff hat - das heisst, dass sie die ganze Welt immer weiter ausquetschen und alle Sachwerte mit wertlosen Dollarschnipseln aufkaufen wird, bis es nur noch ein paar Superreiche auf der einen Seite und die verarmten Massen auf der anderen Seite gibt. Du meinst, dass alles immer weiter inflationiert und es damit "natürlich" zu einer fortschreitenden Enteignung der Massen kommt, dass die Hochfinanz aber keinen hyperinflationären Kollaps des Systems zulassen wird. Die Frage ist, ob die Hochfinanz wirklich alles im Griff hat. Dem widerspricht schon die historische Erfahrung, dass bisher noch jedes auf Gewalt gegründete Imperium (Rom usw.) irgendwann zusammengebrochen ist.

Du müsstest also den "Apokalyptikern" schlüssig - und sachlich - beweisen, warum mit der Hochfinanz das "Ende der Geschichte" erreicht sein soll. Ausserdem bemühst Du Dich ja auch selbst, das System zu unterminieren und einer menschlichen Welt zum Durchbruch zu verhelfen. Ähnliche Grassroot-Bewegungen gibt es immer mehr - z.B. www.williweise.de, Regiowährungen usw. - und auch die Vernetzung dieser Bewegungen schreitet immer weiter fort - unter Wahrung des dezentralen Prinzips ("Global denken - lokal handeln"). Von zentraler Bedeutung ist und bleibt das Bewusstsein der Menschen und wer den Machtkampf um die Hirne und die Herzen der Menschen gewinnt. Schon deshalb dürfen wir, die wir die Unmenschlichkeit des Systems erkannt haben, uns nicht gegenseitig bekämpfen. Lasst uns eine gemeinsame Basis finden.

Kommentar Max:

Alle historischen Wertesysteme der 'Hochfinanz' basierten auf Werten die nicht inflationieren konnten. Die Pharaonen, Rom, Mongolen etc. basierten Geld auf Gold statt Fiat.

So war der Preis für Edelmetalle immer vergleichbar. Im Fiat System sind erstmals alle Währungen der Welt gegen nichts mehr abgesichert und daher unvergleichbar. Die Wechselkurse werden von der 'Hochfinanz' zwar ebenso manipuliert wie die Börsen.

Werte lassen sich beliebig nach oben inflationieren und die Buchhaltung stimmt immer - solange die Assets mit inflationieren.

Es werden zwar alle Geldbesitzer laufend ihr Geld verlieren, das ist ja der Sinn der Börse, gewisse Emporkömmlinge laufend zu entmachten. Dies wird das Währungssystem als solches nicht gefährden. Die DM hatte nach einem halben Jahrhundert beim Wechsel auf den €uro, noch weniger als 2% seiner ursprünglichen Kaufkraft. Die Menschen gewöhnen sich an ihre Verarmung und spielen das Spiel mit, weil sie auf die bessere Zeiten hoffen, welche ihnen die Politiker laufend erneut versprechen. Es gibt keinen Crash solange es die 'Hochfinanz' nicht wünscht!

Die erwähnten angeblichen Grassroot-Bewegungen wie www.williweise.de, Regiowährungen etc. wollen zwar politische und wirtschaftliche Veränderungen, doch sind deren aufgezeichnete Wege was die Währung betrifft falsch, weil es wiederum zentralistische Methoden sind. Sie sind nicht offen für Dialog.

Sie beten alle ihrem Guru Gesell nach, der sein Verständnis zu goldgedeckten Zeiten erwarb die längst nicht mehr gültig sind.

Die Geldkreierung darf nicht zentral erfolgen, sondern muss dorthin verlagert werden wo das Geld gebraucht wird - unter das Volk. Alles andere führt zu Machtstrukturen die immer missbraucht werden.

Diese Dezentralisierung ist sowohl mit dem Wechselsystem als auch dem chinesischen Fei Lun System möglich.

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